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Welpen- und Junghundestunde

 

Die Welpenphase stellt die wichtigste Phase im Leben eines Hundes dar.

Die Welpenstunde können Sie mit Ihrem Hund ab der 8. Lebenswoche bis zur ca. 18-20 Lebenswoche besuchen.

 

Wichtiges zum Thema Welpen:

Vor dem Training sollte der Welpe einige Tage im neuen Zuhause ankommen, bevor er das erste Mal die Hundeschule besucht. So hat der Welpe Zeit, den Wechsel ins neue Zuhause zu verarbeiten. Gestartet wird immer mit einem Einzeltraining, danach kann der Welpe in die Welpengruppe integriert werden.

Für ein glückliches erstes Lebensjahr braucht ein Welpe drei Dinge:

1. Sozialisierung mit Menschen und Hunden
2. Kennenlernen verschiedenster Umweltreize und Situationen
3. Verhaltenstraining - Grundgehorsam

Sozialisierung: Aufbau einer positiven Bindung zu Bezugspersonen. Der Mensch soll zu einem sicheren Hafen werden. Der Hund soll Vertrauen zu Menschen und Hunden entwickeln.

Umweltgewöhnung:Die Welpengruppe findet an verschiedenen Orten statt, um die jungen Hunde an möglichst viele Situationen zu gewöhnen, die ihnen auch im späteren Leben begegnen. Noch wichtiger ist aber, dass der Mensch lernt, wie er sich in kritischen Situationen verhalten soll.

Verhaltenstraining:Übungen wie z.B. lockere Leine, Rückruf, stehen auf dem Stundenplan. Wir üben das richtige Begrüßen von Menschen und Hunden: z.B. Bei Menschen soll der Hund lernen sie zu begrüßen, ohne sie anzuspringen. In der Begegnung mit anderen Hunden geht es vor allem um das freundliche, zurückhaltende Begrüßen um späteren Ärger zu vermeiden. Der Welpe soll außerdem lernen mit Frustration klar zu kommen, seine Selbstkontrolle wird gefördert und braves ruhiges Verhalten wird geübt.

 

Wichtig - Warum kein Freispiel?

In den meisten herkömmlichen Welpenschulen steht das freie Spielen und Toben mit Gleichaltrigen im Vordergrund. Allzuhäufig führt dies zu einer deutlichen Verschlechterung Sozialverhalten und Sozialverträglichkeit. Im Alltag fällt es dem Hund zunehmend schwer, auf ruhige, friedliche Weise mit Artgenossen zu kommunizieren. Viele Hundebesitzer wünschen sich das freie Spiel, um die sozialen Kompetenzen zu verbessern. Was uns als Zweibeiner oft als „ausgelassenes“ Spiel erscheint, ist meistens nicht die reine Idylle. Gerade wenn die Aufregung groß ist, wird sehr grob und wild gespielt – die Welpen üben den groben, rüpeligen Umgang mit Artgenossen regelrecht ein! Daraus entsteht im Hund die Verknüpfung: Anderer Hund = wildes Spiel (sog. Partyhunde) Die Besitzer haben es im Alltag immer schwerer, den jungen Hund zu bändigen, da sie keine ruhige und höfliche Begrüßung anderer Hunde gelernt haben.                     Der Erfolg: ein frustriert bellender in der Leine stehender Hund! Dies gilt es zu vermeiden!

Die Welpen sollten Umgangsformen von Hunden lernen, die hier besonders gut und erfahren sind, nicht von unerfahrenen Gleichaltrigen…Eine Gruppe Analphabeten bringen sich ja auch nicht gegenseitig das Lesen und Schreiben bei…

 

Frauchen und Herrchen sind langweilig…

Die menschlichen Bezugspersonen werden aus der Sicht des Welpen immer unattraktiver. Sie werden immer mehr zu Spielverderbern, die stets den Partyteil des Trainings beenden, um zu langweiligen Übungen wie Sitz und Rückruf überzugehen. Bei mir werden die Übungen so gestaltet, dass sie dem Mensch-Hund-Team Spaß machen und zu einer positiven Bindung führen. Frauchen oder Herrchen sollen am wichtigsten für den Hund werden, nicht die anderen Vierbeiner.

Gesundheitliche Risiken

Die meisten Welpenbesitzer tragen ihren jungen Hund jede Treppe rauf und runter und halten Spaziergänge extra kurz, um eine Überlastung seiner Gelenke zu vermeiden. Dabei vergessen sie, welche Belastungen im wilden Freispiel mit Artgenossen auf den noch instabilen Bewegungsapparat des Welpen einwirken: In vielen Welpenspielgruppen wird geschubst, angerempelt und getobt, bis nichts mehr geht.

Heute weiß man, dass viele Schwierigkeiten im späteren Hundeleben auf die Welpenzeit zurückzuführen sind und hätten mit dem strukturiertem Trainingsaufbau vermieden werden können.

 

In der Junghundegruppe wird das bisher Erlernte gefestigt. Teilnehmen können alle Hunde von der ca. 18-20. Lebenswoche bis zu ca. 3 Jahren.